Montag, 3. Juli 2017

Interview mit der Autorin Ireene Schaufuß


Die Autorin Ireene Schaufuß hat uns ein Interview gegeben


Hallo Ireene, Schön dass Du Zeit für uns hast

Magst Du Dich unseren Lesern kurz vorstellen?
Wo lebst Du?

Mein Name ist Ireene Schaufuß, ich bin 29 Jahre alt und lebe mit meinen beiden Shelties und meiner Familie in einem kleinen idyllischen Städtchen namens Riethausen, inmitten von schönen Wäldern, Lauben und Seen.

Wie bist Du zum Schreiben gekommen, und welches war dein erstes Buch?

Mein erstes Buch trägt den Titel „Ein Tropfen Leben“ und ist ein philosophischer Science- Fiction Roman.

Ich schreibe seit meinem 10. Lebensjahr Kurzgeschichten und habe mich eines Tages einmal an einen Roman gewagt. Meine literarischen Genres erstreckten sich aber auch in Richtung Fantasy, Krimi, Bühnenstücke im Stile William Shakespeares und auch anderen Genres. Ich fühle mich in nahezu jedem Genre wohl und betrachte die Vorzüge jeder Literaturgattung stets als Herausforderung. 

Wie hast du dich gefühlt, nachdem du dein erstes Buch-Baby in Händen gehalten hast?

Ich war sehr aufgeregt an diesem Tag. Mein erster Roman war Teil einer schulischen Projektarbeit und wurde in einer Druckerei geduckt, die eigentlich nicht zum Drucken von Büchern ausgelegt war. Wir mussten auf Grund dieser Tatsache improvisieren und das erste Buch wurde mit Schrauben zusammengehalten. Mein Lehrer fand diese Idee sehr originell und war auch von meinem ersten Buch sehr begeistert.   

Wo nimmst du die Ideen für deine Geschichten her?

Die Ideen für meine Werke entspringen zumeist ganz spontan meinem Geist und ruhen alle in einem Briefumschlag. Nach und nach verdichten sich dann diese verschiedenen Ideen zu Geschichten und die restliche Inspiration kommt stets bei den Spaziergängen mit meinen beiden Shelties. Kapitel für Kapitel ballt sich in meinem Gedächtnis und wird dann zunächst in Stichpunkten auf einem Block festgehalten. Ich habe auch einmal eine Weile die Kapitel komplett auf einem Blanko-Block vorgeschrieben und danach in den PC eingetippt, aber es genügt manchmal auch ein Wort von jemand anderem oder ein Gegenstand, um eine Idee hervortreten zu lassen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man für alles offen sein muss und auch wenn die Idee vielleicht im ersten Moment abwegig erscheint, wird sie trotzdem notiert und findet vielleicht auch für ein anderes Projekt Verwendung, auch wenn sie derzeit nicht zum aktuellen Werk passt.  

Hauptsache, sie ruht auf einem Stück Papier. Dann kann sie den empfindlichen Hirnwindungen zumindest nicht mehr entfliehen.


Wie lange brauchst du bis ein Buch fertig ist?

Das ist unterschiedlich. Als ich mit dem Schreiben begann, brauchte ich fast 1 Jahr, um ein Buch fertig zustellen. Inzwischen hat sich die Zeit für einen Roman auf ca. 2-4 Monate verkürzt. Bei kürzeren Projekten bin ich manchmal schon in 2-4 Wochen fertig.

Das kommt ganz darauf an, wie sich der Handlungsverlauf zusammensetzt und wie dick das Buch werden soll. Prinzipiell bemühe ich mich, jeden Tag mindestens ein Kapitel fertig zu stellen. Zumeist funktioniert das auch, aber es gibt natürlich auch Tage, wo man ganz besonders mit so genannten „Schlüsselkapiteln“ nicht weiterkommt und sich die Materie der Handlung im Gedächtnis erst einmal wieder verdichten muss.

Dann sollte man das Kapitel erst einmal ruhen lassen. Am nächsten Tag kommt dann zumeist die Erleuchtung. Sich zum Schreiben zu zwingen bringt gar nichts, denn nur ein freier und entspannter Geist kann gut denken.


Kannst Du uns verraten, welches Dein nächstes Projekt ist oder vielleicht um was es geht.

Im Sommer oder Herbst 2017 erscheint „Avallessia Orient der Träume“. Es handelt sich dabei um einen Orient Roman, der von einem Jungen mit einem so genannten Phönixherz handelt und den ganzen Zauber von 1001 Nacht einfängt, ihm aber trotzdem eine neue Handlung und Spannung verleiht.   

Außerdem ist eine Graphic Novel Reihe in 6 Bänden mit dem Titel „Angel Knight Academy“ vollendet, bei der ich die erwachsene Anime Serie „Sailor Moon Crystal“ als Inspiration verwendete.

Des Weiteren habe ich gerade meinen ersten Abenteuerroman in Anlehnung an Quatermain und Indiana Jones mit dem Titel „Andrew Arthur Callus“ beendet und noch ein paar kleine Projekte, über die ich aber noch nichts verraten möchte.

(Weitere Auskünfte zu den nächsten Projekten auf www.romdoyle.de).


Was ist für Dich Dein perfekter Schreibmoment?

In absoluter Ruhe in der Natur oder in meinem Zimmer zu sitzen, in völliger Entspannung. Wenn die Gedanken fließen, niemand zu Hause ist, meine Hunde zu meinen Füßen ruhen und ich einfach Zeit habe und mir über nichts andres als mein Kapitel Gedanken machen muss.
Und wenn die Formulierungen perfekt sind und mit der Handlung in Symbiose harmonieren.

Hattest Du auch schon eine Schreibblockade?

Bisher zum Glück noch nicht. Ich denke nach wie vor, dass der Schlüssel zu guten Werken in der Entspannung liegt.


Schreibst du Hauptberuflich?

Ja, ich bin hauptberuflich Schriftstellerin.


Hattest Du Einfluss auf das Cover?

Ja, ich hatte Einfluss auf alle meine Buchcover.


Was war dein Wunschberuf als kleines Kind?

Zunächst wollte ich Reitlehrerin werden, danach Lehrerin und auch Archäologin.
Meine Liebe zur Archäologie, zur Antike, zur Geschichte und zum Altertum sind geblieben und klingen auch in meinen Werken gerne an.


Was macht deinen Schreibstil aus?

Ich arbeite gerne mit poetischen Formulierungen und schreibe gerne Geschichten, die man schon auf Grund des schönen Schreibstils gerne lesen möchte. Ich konzentriere mich beim Schreiben nicht nur auf die Handlung, sondern auch darauf, dass die Sätze selbst auch beim Lesen ein Genuss sind.

Ich schreibe auch gerne Bühnenstücke im Stile William Shakespeares und musste dabei mein ganzes sprachliches Talent aufbieten, um den schönen Worten und der einmaligen Schönheit des Meisters zu genügen. Das war wirklich eine Herausforderung und das Schwerste, was ich bisher geschrieben habe, aber es hat auch Spaß gemacht.

Diese Liebe zur Poesie und zur Dichtung findet sich auch in meinen anderen Werken wieder, was denke ich, auch ein Kriterium ist, was mich von anderen Autoren unterscheidet. Zum ersten Mal kam mir diese Idee bei der Lektüre der Romane von Kai Meyer, welcher ebenfalls einen sehr schönen Schreibstil hat. Das bewog mich dazu, die Naturidylle und auch ein wenig sprachliche Poesie in meinen Romanen einzuarbeiten (natürlich nicht in Versform, aber die Menschen, die meine Werke bereits kennen, wissen, was ich meine).

Die schönen sprachlichen Formulierungen sind ein roter Faden, der sich durch alle meine Werke zieht. Ich habe auch Werke, bei denen ich sie auf Grund des Genres ganz bewusst weggelassen habe, weil das einfach fehlplaziert wäre (z.B. bei meinem aktuellen Krimi). 


Was war das verrückteste das du je gemacht hast?

Ich schrieb einige Zeit auch im Winter in der Natur bei Minus Temperaturen. Mir gefror fast die Tinte in meinem Füller, aber ich wollte unbedingt ein Kapitel schreiben. Zu Hause herrschte zu diesem Zeitpunkt leider nicht genug Ruhe. Also floh ich in die Natur und schrieb bei eisigen Temperaturen.
Michaela: cool 😉


Was war die größte Herausforderung dabei, ein ganzes Buch zu schreiben?

Am schwierigsten war es für mich, die Handlung so anzulegen, dass sie genügend Wendepunkt und Spannungspunkte bietet und nicht langatmig erscheint. Doch mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt und fühle mich in langen, aber auch kurzen Werken wohl.


Was würdest Du tun, wenn Dich einer deiner Protagonisten plötzlich besuchen kommt?

Je nachdem, wer es wäre, würde ich mich entweder riesig freuen oder verstecken. Wenn mich der psychopatische und charismatische Mann aus „Tödliches Sperma“ besuchen käme, würde ich mich höchstwahrscheinlich verstecken oder mich mit ihm unterhalten. Ich empfände eine Mischung aus Faszination und Angst.

Bei meinem Orry (Elfenhündchen) würde ich mich riesig freuen und ihn nie wieder gehen lassen und die Figuren, die als Gelehrte angelegt sind, würde ich zu angeregter und niveauvoller Tischkonversation einladen.

Ehrlich gesagt würde ich mich über die gebildeten Personen am meisten freuen, aber ich denke, auch ein Gespräch mit dem charismatischen und faszinierenden Mörder aus „Tödliches Sperma“ wäre sicherlich interessant und ich würde mich sehr über einen großen Stadtbummel mit ihm freuen.


Und jetzt 10 Fragen, 10 spontane Antworten:

Welcher war der verrückteste/komischste Ort, an dem Du je geschrieben hast?

In einer Laube im Winter bei Eis und Schnee, wenn die Tinte fast in meinem Füller gefror, ich aber unbedingt mein Kapitel bzw. meine Akte schreiben wollte. Ich schreibe gerne in der Natur, aber nach Möglichkeit nicht im Winter bei Minus Temperaturen.


Womit könnte man dir eine riesige Freude machen?

Mit Ruhe, einem Haufen Geld und einem griechischen Tempel mit einer großen Bibliothek, der als mein Wohnhaus diente.


Bitte ergänz folgenden Satz: Bücher sind für mich…

Wie die Luft zum Atmen, weil ich auch sehr sehr gerne lese.


Was für Genres liest du selber, wenn du Zeit hast?

Ich lese am liebsten antike Klassiker wie z.B. Ovid, aber auch Shakespeare (ich vergötterte seine Werke), Milton, philosophische Werke, aber auch Fantasy Bücher wie z. B. Göttlich oder auch die Twilight Saga. Hauptsache, das Buch ist gut, dann bin ich wie beim Schreiben auch für jedes Literaturgenre offen.

Das einzige, was ich zunächst nicht lesen oder schreiben wollte, waren Horror Geschichten, aber inzwischen bin ich auch diesen nicht mehr völlig abgeneigt.

Wenn du deinen ersten Roman noch mal schreiben könntest, würdest du etwas daran ändern?

Ich würde den Anfang ändern. Mein erster Roman „Ein Tropfen Leben“ beginnt sehr philosophisch mit der Vorstellung der Protagonisten, was viele Leser immer noch abschreckt. Ich würde mehr mit der Handlung und der Normalität im Buch beginnen, damit der Roman mehr zum Lesen einlädt. Viele Leute lassen sich von der am Anfang geschilderten Philosophie immer noch abschreckten, die in den ersten beiden Kapiteln dominiert. Ich würde das Buch mit mehr normaler Handlung beginnen lassen.  

Was sind Deine Hobbys?

Lesen, meine Shelties (Shetland Sheepdogs), Spaziergänge in den Wäldern, Fortsetzen meiner Bildung (ich arbeite immer noch daran, mich zum einem Privatgelehrten auszubilden), Agility mit meinen Hunden

Hast Du ein Lieblingstier?

Hund

Ohne welche 3 Dinge könntest du nicht Leben?

Schreiben, Bücher, Ruhe und meine Hunde
(okay sind 4 Dinge, aber Ruhe und Schreiben gehören für mich zusammen)

Hast Du ein Lieblingsbuch oder einen Lieblingsautor?

William Shakespeare, John Milton und Kai Meyer und Markus Heitz .
Ein wirkliches Lieblingsbuch habe ich nicht.

Was ist Dein Lieblingsessen?

Pizza Frutti di Mare und Spagetti mit Meeresfrüchten


Würdest Du uns Deine Werke vorstellen?

Dann beginne ich mal (ich füge bei den Bildern eine Covergalerie mit allen meinen veröffentlichten Werken hinzu).


Mein aktuell veröffentlichtes Buch ist ein erotischer Krimi mit dem Titel „Tödliches Sperma“, der stark an „50 Shades of Grey“ angelehnt ist, aber auch Elemente von Stieg Larssons Millenium Trilogie und Dan Browns Mystik besitzt. Das Buch hat von allen diesen Faktoren etwas, konzentriert sich aber vor allem auf „50 Shades of Grey“, an das es stark angelehnt ist, auch wenn es im Genre erotischer Krimi eingeordnet wurde.  








Des Weiteren habe ich noch 3 Werke mit Bühnenstücken im Stile William Shakespeares veröffentlicht. Die ersten beiden sind ein Zweiteiler mit dem Titel „Versium 1 und 2“ und „Inferno“. Außerdem habe ich den ersten Teil einer Fantasy Roman Reihe mit dem Titel „Die Scriptorien von Alassia 1 – Dämonium“ veröffentlicht, das philosophische Science Fiction Buch „Ein Tropfen Leben“ und natürlich mein erster Bestseller „Elfenhündchen – Sanfter Hüter meiner Seele“, die Biografie meines ersten Shelties Orry. „Elfenhündchen“ und „Tödliches Sperma“ sind wirklich absolute Besteller, wie ich stolz verkünden kann.
                       

  





  









Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen