Montag, 5. Juni 2017

Interview Sabine Kruber



Unser Interview mit Sabine Kruber mit
Erst noch mal ein ganz dickes Dankeschön für Deine tollen Fragen liebe Michaela.

Hallo, Schön dass Du uns ein Interview gibst Magst Du Dich unseren Lesern kurz vorstellen?

Gerne, ich heiße Sabine Kruber und lebe mit meinem Mann in Kempen am Niederrhein. Ich bin Diplom-Sprachheilpädagogin, habe früher als Sprachtherapeutin gearbeitet und mich schon vor vielen Jahren auf den Schriftspracherwerb konzentriert. Mittlerweile habe ich meine eigene Praxis für Legasthenietherapie.

Wie bist Du zum Schreiben gekommen, und wie ist es zur Veröffentlichung Deines ersten Buches gekommen?

Ich schreibe, seit ich die ersten Buchstaben zu Wörtern zusammensetzen konnte, und davor habe ich mein Umfeld mit meinen ausgedachten Räuberpistolen auf Trab gehalten. Ich glaube, ich habe ein überaktives Sprachzentrum (-:
Bis zur Veröffentlichung von Leon Reed, was meine erste Buchveröffentlichung ist, war es dann aber noch ein seeeeeehr langer Weg. Mit Leon Reed hatte ich 2006 begonnen. Ab 2010 habe ich mich mit dem Buch bei Verlagen vorgestellt. Aber erst 2015 hatte ich auf der Onlineplattform Oetinger34 Glück und habe dort ein Voting gewonnen. Das hat dann dazu geführt, dass Leon Reed 2016 veröffentlicht wurde.

Hast du beim Schreiben auch bestimmte Rituale? Orte, feste Zeiten oder irgendwas?

Wenn ich daheim bin, schreibe ich eigentlich immer an meinem Schreibtisch. Es ist für mich wichtig, dass ich ein reizarmes Umfeld habe, sonst lenke ich mich selbst zu sehr ab. Es ist zwar schön, im Sommer auf der Terrasse zu sitzen, aber die Eichhörnchen sind ja sooo süüüüß!!! Also von daher, das geht gar nicht. Auch mit Musik kann ich nicht schreiben. Ich gehe jedoch sehr gerne wandern und dabei lässt es sich herrlich plotten. Aufgeschrieben wird dann aber wieder am Schreibtisch.
Die Zeit ist bei mir wirklich ein Problem. In vielen Schreibratgebern heißt es ja: Schreiben Sie täglich, schreiben Sie immer zu einem festen Zeitpunkt.
Wenn ich das machen würde, dann könnte ich täglich vielleicht maximal eine Stunde schreiben. Das lohnt sich für mich überhaupt nicht. In der Zeit habe ich mich dann gerade warmgeschrieben und muss dann wieder aufhören, wenn es gerade läuft. Ich schreibe meist am Wochenende, weil ich mich dann wirklich für Stunden auf meine Projekte einlassen kann. Natürlich würde ich das gerne auch unter der Woche machen, aber solange man einen Brötchenjob (den ich sehr liebe) hat, ist es halt schwierig. Aber ich gehe eh nicht in Rente, ich werde mal Vollzeitautorin. Fragt sich nur wann – in drei bis vier Jahren oder erst mit 80 ... (-:

Weißt Du noch, wovon Deine ersten Schreibversuche handelten?

Pferde, Pferde, Pferde. Unter anderem habe ich Schnupftabak gegen Ponys eingetauscht.

Welcher war der verrückteste/komischste Ort, an dem Du je geschrieben hat?

Auf dem OP-Tisch in einer Hautarztpraxis. Die Arzthelferin hatte mich dort schon abgesetzt und dann dauerte es Ewigkeiten bis der Arzt kam, aber ich hatte ja zum Glück einen kleinen Block und einen Stift in der Handtasche. Und nein, ich habe nicht über Ärzte, OPs oder so etwas in der Richtung geschrieben.

Inwiefern hat sich Dein Leben verändert, seitdem du Autor/in bist?

Irgendwie hat der Tag keine 24 Stunden mehr. Es sind einfach viel mehr Bälle, mit denen man nun jonglieren muss und im Moment ist alles noch neu und im Umbruch. Ich schätze, es wird auch noch einige Zeit dauern, bis ich gelernt habe, Autorendasein und meinen Praxisalltag unter einen Hut zu bekommen, ohne mir selber Stress zu machen. Ach ja, am deutlichsten merke ich die Buchveröffentlichung übrigens an der steigenden Anzahl meiner Neukunden. Die Praxis brummt, mittlerweile führe ich sogar eine Warteliste.

Könntest Du Dir auch vorstellen, mal in einem anderen Genre zu schreiben? Und in welchem würde man Dich auf keinen Fall entdecken können?

Ich arbeite u.a. gerade an einem Thriller-Projekt für erwachsene Leser. Irgendein Genre ausschließen möchte ich eigentlich nicht. Wer weiß, auf welche Ideen ich noch kommen werde, da möchte ich mich gar nicht einschränken.

Welche Wünsche hast Du in Bezug auf Deine Bücher und Deine Arbeit für die kommenden Jahre?

Dass viele Menschen meine Geschichten lesen werden. (-:

Was meinst Du, wie viel von Dir selbst steckt in Deinen Protagonisten?

Oh ha, da müsste ich ja Selbstanalyse betreiben. Also hin und wieder ertappe ich mich schon dabei, dass ich vor allem in Dialogen Redewendungen verwende, die ich selber nutze, aber ansonsten ist das wirklich schwierig zu beantworten.

Was würdest Du tun, wenn Dich eine Deiner Protagonisten plötzlich besuchen kommt?

Eine leckere Buchstabensuppe kochen und ihn zum Essen einladen.

Was sind Deine Hobbys?

Neben dem Lesen und Schreiben bin ich häufig musikalisch unterwegs. Ich spiele Mandoline, mein Mann spielt Akkordeon und wir spielen häufig zusammen. Wir treffen uns auch oft mit anderen Musikern, spielen dann zum Mitmachtanz (Folk) auf oder aber wir spielen Jazz und Swing.
Außerdem spiele ich auch noch Mandola im Mandolinen-Orchster Krefeld-Hüls.

Hast Du ein Lieblingstier?

Im Moment sind es Luchse und Eichhörnchen. Das muss wohl mit meinem Tierkrimi zu tun haben, den ich gerade schreibe. Katzen mag ich auch sehr gerne.

Wenn Du ein Tier sein könntest welches?

Ein Adler wäre toll. So hoch oben in den Lüften schweben und eigentlich niemand, der einem zur Gefahr werden kann (außer den Menschen).

Hast Du ein Lieblingsbuch oder einen Lieblingsautor?

Ich habe ziemlich viele Bücher und Autoren, die mich sehr beeindrucken. Ich liebe z.B. die Sprache von Cornelia Funke. Auch Harry Potter ist toll. Außerdem begeistern mich die Thriller von Jussi-Adler Olsen und Val McDermid, wobei der letzte Tony Hill/ Carol Jordan für mich leider eine Enttäuschung war.
Aber das Buch, was bei mir immer einen Ehrenplatz hat, ist das erste Buch, welches ich mir mit ungefähr 8 Jahren von ganzem Herzen gewünscht habe. Mond, Mond, Mond von Ursula Wölfel – eine Geschichte über zwei Roma-Mädchen kurz nach dem zweiten Weltkrieg.

Was ist Dein Lieblingsessen?

Gefüllte Blätterteigtaschen.

Würdest Du uns Deine Werke vorstellen?

Leon Reed- Zack ins Abenteuer ist mein erstes Buch, das in einem Verlag veröffentlicht wurde. Ansonsten gibt es von mir noch einige Kurzgeschichten und Fördereinheiten zum Lesen und Schreiben, die eigentlich alle im Netz stehen und zum Teil kostenlos heruntergeladen werden können. Ich verlinke einfach mal.
Leon Reed – Zack ins Abenteuer
https://www.amazon.de/Leon-Reed-Zac…/…/ref=sr_1_1_twi_har_1…
Das Frühstück (Kurzgeschichte)
1. Preis im 5. Literaturwettbewerb von Literatenohr e.V.
Böse Körper und Gestalten (Mai 2002)
http://www.literatenohr.de/literatenohr/c-05-02/pos1.htm
Verobachten
2. Platz beim Krimiwettbewerb der Deutschen Diabetes-Hilfe und dem Diabetes-Ratgeber (2012/13) zum Thema „Tödlicher Zucker“. Erschienen in der Februarausgabe 2013
http://www.sabine-kruber.de/kurzgeschichten.html
kleine Geschichten für Erstleser zum kostenlosen Download
http://www.sk-verschrieben.de/downlo…/category/4-kinder.html
Fördereinheit zur Rechtschreibung zum kostenlosen Download
http://www.mompitz.de/tag/sabine-kruber/
Auf den Fotos seht Ihr übrigens unter anderem auch ein Foto mit meinem Leon Reed-Team und mir. Links ist Katharina Platz, meine Junior-Lektorin und rechts von mir steht Alexandra Langenbeck. Sie hat das tolle Cover und die traumhaften Innenillus gezeichnet.




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