Montag, 5. Juni 2017

Interview mit Michael G. Spitzer



Heute darf ich das Interview von Michael G. Spitzer einstellen.

Danke Michael für das Interview
Hallo Michael, schön dass Du bei unserer Aktionswoche dabei bist
Magst Du Dich unseren Lesern kurz vorstellen?


Vielen Dank für die Einladung!
Tja, wo fange ich an? Sich selbst zu beschreiben ist immer schwer und nur ein einfacher Lebenslauf ist doch auf Dauer zu langweilig, aber ich will es mal versuchen:
Ich bin gebürtiger Kölner, was mir in manchen Teilen Deutschlands ein mitleidiges Lächeln entgegen bringt, aber auch oft dazu verwendet wird, mich auf die Kölsche Sprache anzusprechen. Ich verstehe sie, aber der eigene Sprachschatz ist begrenzt. Vor 6 Jahren bin ich aufgrund der zu hohen Lebenshaltungskosten Kölns ins Randgebiet nach Hennef gezogen, wo ich mit meiner Frau und meinen drei Kindern lebe und mich sehr wohl fühle! Meine Familie bedeutet mir alles, aber sobald ich eine freie Minute habe, verwende ich sie für’s Schreiben und den Chat mit Bloggern, vor allem hier auf FB.

Wie bist Du zum Schreiben gekommen, und wie ist es zur Veröffentlichung Deines ersten Buches gekommen?

*lach*
Ich bin Ende Juli 2015 völlig gestresst aus meinem Sommerurlaub gekommen und fühlte mich plötzlich auf der Arbeit wohler, als zu Hause, was aber nichts mit der Familie zu tun hatte. Mehr aus Spaß sagte ich damals zu meiner Frau, dass ich den Kopf frei bekommen muss und mich nun hinsetzen und eine Geschichte schreiben werde. Eigentlich erwartete ich schallendes Gelächter, aber ihre Antwort war ein für mich überraschendes „Klasse Idee, mach!“
Also setzte ich mich hin, begann zu schreiben und als ich einen Monat später den „Anfang“ fertig hatte waren knapp 200 DIN A4-Seiten voll. Ende November 2015 waren bereits alle Handlungen geschrieben und ich teilte die Geschichte in drei Teile. Als Überschrift wählte ich den Reihen-Namen „Die letzte Melderin“ und die Bücher erhielten die Untertitel „Die Nachfolge“, „Die Melderin“ und „Die Botin“.
Ich sendete die Bücher an dutzende Verlage, aber wie es so mit unbekannten Autoren so ist, erhielt ich (wohl auch aufgrund meiner Unerfahrenheit, wie man so ein Anschreiben verfasst!) ausschließlich Absagen. Wenn überhaupt eine Antwort kam. Manche Verlage erachten es noch nicht mal für nötig, eine maschinell erstellte Absage oder E-Mail zu schicken.
Aus diesem Grund ließ ich von einer professionellen Cover-Designerin die Bilder zu meinen Cover erstellen und veröffentlichte Band 1 am 16.07.2016 als Selfpublisher im eBook-Format.

Hattest Du Einfluss auf das Cover?

Ja! Meine Cover-Designerin (Katharina Netolitzky von „Flowerprinthat“) fragte mich nach meinen Vorstellungen für die Cover. Ich entschied mich für bestimmte, meines Erachtens wichtige Szenen aus dem jeweiligen Buch und sie setzte sie innerhalb weniger Tage perfekt um.

Hast du beim Schreiben auch bestimmte Rituale? Orte, feste Zeiten oder irgendwas?

Ich habe mir eine Sammlung bestimmter Musik zusammengestellt, die ich beim Schreiben immer höre. Obwohl ich jedes Lied mittlerweile auswendig kann, sind dies die einzigen Dinge, die mich immer auf’s Neue inspirieren und auf die ich nicht verzichten kann!

Könntest Du Dir auch vorstellen, mal in einem anderen Genre zu schreiben? Und in welchem würde man Dich auf keinen Fall entdecken können?

Meine erste Reihe ist ein dystopischer Science-Fiction.
Zur Zeit schreibe ich allerdings an einer Mystery-Reihe, die deutlich mehr romantische Aspekte beinhaltet. Entsprechend habe ich das Genre bereits zur sogenannten „Romantasy“ gewechselt.
Ich könnte mir auch weitere Genres vorstellen, aber da ich Polizist bin, wird wohl niemals ein Krimi aus meinen Fingern kommen. Davon erlebe ich genug im realen Leben *grins*

Inwiefern hat sich Dein Leben verändert, seitdem du Autor/in bist?

Zumindest noch: Gar nicht, außer, dass es häufiger, als früher vorkommt, dass ich die Zeit vergesse und meine Frau schon schläft, wenn ich ins Bett gehe *lach*

Welche Wünsche hast Du in Bezug auf Deine Bücher und Deine Arbeit für die kommenden Jahre?

Ein Wunsch ist bereits in Erfüllung gegangen: Meine zweite, noch unbekannte Geschichte wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit von einem Verlag herausgegeben und ist bereits im Vorlektorat.
Aber obwohl ich die „Melderin“ eigentlich zuerst nie als Buch geplant hatte, hängt mein Herz noch mehr an ihr, als an der neuen Geschichte. Sie ist nunmal mein Erstling. Ich wünschte mir, dass sie ein Zuhause bekommt, in dem sie sich wohlfühlt und wo sie die Beachtung erhält, die sie meiner Meinung nach verdient.
Weitere Wünsche? Klar habe ich die: Ich möchte noch viele Ideen für viele neue Geschichten entwickeln und einem breiten Publikum damit uneingeschränkte Lesefreude bescheren!

Was meinst Du, wie viel von Dir selbst steckt in Deinen Protagonisten?

Ich denke, das jeder Autor, wenn auch unbewusst, viel von sich selbst in einen seiner Protagonisten einbaut. Es muss dabei nicht unbedingt die Hauptfigur sein, aber mindestens eine der großen Nebenrollen spiegelt den Autor wieder!
Ich denke, dass es bei mir nicht anders ist.

Wenn Du ein Tier sein könntest welches?

Ich mag Tiere im Allgemeinen. Sie kennen kein Recht und begehen damit auch niemals Unrecht!
Allerdings mag ich alles rund um Katzen. Egal, ob Hauskatze, Puma oder Löwe! Sie sind grundsätzlich frei in allem, was sie tun und lassen sich nichts vorschreiben. Gleichzeitig entwickeln sie ein Zusammengehörigkeitsgefühl für ihre Familien, solange genügend Platz vorhanden ist. Ich denke, dass sie es sind, denen ich mich am nächsten fühle. Dabei hat es mir vor allem der Leopard sehr angetan!

Hast Du ein Lieblingsbuch oder einen Lieblingsautor?

Jeder Leser oder Schriftsteller dürfte einen Lieblingsautor haben, der ihn besonders begeistert oder inspiriert hat.
In meinem Fall sind es Veronica Roth und Rick Yancey gleichermaßen. Sowohl die „Divergent-Reihe“ (Die Bestimmung), als auch der Dreiteiler „Die 5. Welle“ sind fantastische Bücher, die ich sicher noch mehrfach lesen werde!

Würdest Du uns Deine Werke vorstellen?

Sehr gerne *grins*
Im Moment sind die beiden ersten Teile der Reihe „Die letzte Melderin“ veröffentlicht. Es handelt sich dabei um eine dystopische Geschichte aus einer Zukunft, die weder der Leser, noch der Autor, oder die Protagonistin kennt. Aufgrund der Ereignisse aber, müsste es sich um das späte 23. Oder das frühe 24. Jahrhundert handeln.
Die 17-jährige Protagonistin (wird im Verlauf des ersten Teils 18) lebt in einer Siedlung, welche durch ein Kraftfeld von der Außenwelt abgeschnitten ist. Sie „weiß“, das sie praktisch im Rest von Europa lebt, welches sich nach dem großen Krieg zurückgezogen hat. Im Laufe des ersten Bandes wird ihr erklärt, dass ihre Siedlung nur eine von 6, und nur ein kleiner Teil Europas ist. Dabei scheinen die Verantwortlichen außerhalb ihrer Siedlung besondere Pläne mit deren Bewohner zu haben, in welchen unter anderem Danielle, genannt Dan, allein aufgrund ihres Aussehens schon keine Rolle spielt. Ihr Ausbilder und gleichzeitig der Herausgeber dieser Information wird ermordet und sie erfährt nach und nach, warum. Schließlich bemerkt sie, dass auch sie um ihr Leben fürchten muss.
Mehr verrate ich aber nicht, denn sonst will die Bücher ja keiner mehr lesen




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