Donnerstag, 22. Juni 2017

Interview mit der Autorin Christa Reusch







Magst Du Dich unseren Lesern kurz vorstellen?

Hallo. Mein Name ist Christa Reusch, Baujahr `66 und ich wohne mit meiner Familie in München. Eigentlich bin ich Chemisch-technische-Assistentin, übe diesen Beruf aber seit über 20 Jahren nicht mehr aus.

Michaela: Oh da wohnen wir nicht weit voneinander weg. 

Wie bist Du zum Schreiben gekommen, und wie ist es zur Veröffentlichung Deines ersten Buches gekommen?

Ich habe in der Pubertät angefangen Gedichte und Märchen zu schreiben. Längere Geschichten entstanden damals nur im Kopf. Dann kamen die Kinder und ich schrieb - außer Tagebuch - so gut wie gar nichts mehr. Jahre später hatte ich einen Liebesfilm angeschaut und war mit dem Ende überhaupt nicht zufrieden. Ich habe meinem Mann erklärt, wie ich das geschrieben hätte. Sein Kommentar: „Mach doch!“ Ich vermute mal, er wollte seine Ruhe, aber das war genau der Anstoß, den ich brauchte, um wieder mit dem Schreiben anzufangen. Mein erster Liebesroman entstand. Inzwischen habe ich einige fertige Manuskripte in der Schublade. 

Im Frühjahr 2016 stellte der Administrator des Rindlerwahnforums einen Link zum Kindlestoryteller Award ein. Ich habe mir das durchgelesen und dachte, warum eigentlich nicht. Ich musste mich nur entscheiden, welche meiner Geschichten ich veröffentlichen würde. Ich habe mich für „meine Tessa“ entschieden, weil eine Leseprobe dieses Manuskripts schon einmal Interesse geweckt hatte. Allerdings war mir nicht klar, wie viel Arbeit da noch auf mich zukommen würde. Aber letztendlich bin ich total stolz drauf und froh, es gewagt zu haben, auch wenn es nicht perfekt ist. Ich habe wahnsinnig viel gelernt dabei.

Hast du beim Schreiben auch bestimmte Rituale? Orte, feste Zeiten oder irgendwas?

Am liebsten schreibe ich nachts, wenn alles ruhig im Haus ist und garantiert weder das Telefon, noch die Türglocke klingelt und auch sonst niemand was von mir will. Andererseits werde ich nicht jünger und 4 Stunden Schlaf ist auf Dauer definitiv zu wenig. (Viel lieber würde ich tagsüber schreiben, am besten auf der Terrasse mit Blick in den Garten, aber das ist nur recht selten möglich.) Ansonsten nutze ich einfach jede Gelegenheit zum Schreiben. Beim U-Bahnfahren, in Konzertpausen, im Wartezimmer, in der Schlange vor der Supermarktkasse …

Schreibst du Hauptberuflich?

Nein 

Hattest Du Einfluss auf das Cover?

Ja. Zuerst wollte ich das Cover selbst gestalten und genau so sah es auch aus. Dann ist mir eingefallen, dass sich vor einiger Zeit in einem Autorenforum eine „Jungdesignerin“ vorgestellt hatte. Ich habe sie angeschrieben. Eigentlich nur, weil ich wissen wollte, wie teuer so was ist etc. Sie fragte, ob sie das Cover machen dürfe. Es war für uns beide ein Debüt. Ich schickte ihr eine grobe Inhaltsangabe und meine Vorstellung vom Cover. Zunächst entwarf sie 6 Vorschläge. Als ich noch dabei war, mir zu überlegen, welches mir davon am besten gefällt, bekam ich noch eine Mail von ihr. Sie hatte sich umgeschaut auf dem Büchermarkt. Und noch ein Cover entworfen, das einerseits meiner Farbvorstellung entsprach (ich wollte pink, damit klar ist, es ist ein Liebesroman und kein Krimi) und andererseits dem allgemeinen Trend. Ich war hin und weg. Das war zwar überhaupt nicht das, was ich mir vorgestellt hatte, aber ich war sofort sicher und es gefällt mir immer noch total gut. 

Welche Leser möchtest du mit deinen Romanen erreichen?

Alle die gerne Liebesgeschichten lesen. 

Was macht deinen Schreibstil aus?

Schwierige Frage, die sollte man besser den Lesern stellen. Ich weiß, dass andere Autoren meinen Schreibstil wiedererkennen und eine unserer Töchter meinte irgendwann mal zu mir: „Mama, du schreibst genauso wie du sprichst.“ Ob das gut oder schlecht ist, weiß ich nicht. Lach. 

Was meinst Du, wie viel von Dir selbst steckt in Deinen Protagonisten?

Bis vor einiger Zeit hätte ich noch „überhaupt nix“ geantwortet, aber das stimmt nicht. Leser, die mich sehr gut kennen, meinen, dass eine Menge von mir in meinen Figuren steckt. 

Welche deiner Romanfiguren würdest du gerne persönlich kennenlernen?

Felix, der männliche Prota meines Manuskriptes, das ich angefangen habe. Oder Naoki, ein japanischer Schneidermeister aus meiner Märchenadaption von ‚Das hässliche Entlein’. 

Was würdest Du tun, wenn Dich einer deiner Protagonisten plötzlich besuchen kommt?

In Panik verfallen. Lach. Weil wahrscheinlich gerade da nicht aufgeräumt ist. Nach dem 1. Schock was zu trinken anbieten und dann setzen wir uns auf die Terrasse, sehen unseren Kaninchen zu, wie sie durch den Garten hoppeln und ich könnte feststellen, ob mir die Person sympathisch ist oder nicht. 

Und jetzt 10 Fragen, 10 spontane Antworten:

Welcher war der verrückteste/komischste Ort, an dem Du je geschrieben hast?

Ist wahrscheinlich Definitionssache, was „komisch“ ist. Meine Tochter findet es komisch, wenn ich in der Schlange vor der Supermarktkasse schreibe. Ich denke, während eines Konzertes. Da ist mir plötzlich eine Geschichte eingefallen und die musste ich mir notieren.

Michaela: Während eines Konzertes zu schreiben ist auch eine Kunst 😉 

Inwiefern hat sich Dein Leben verändert, seitdem du Autor/in bist?

Es ist noch ein bisschen chaotischer geworden und es wird immer schwieriger alles unter einen Hut zu bringen. Andererseits müssen die Geschichten einfach zu Papier gebracht werden, sonst platzt mir der Kopf. Wenn ich mal ein paar Tage nicht zum Schreiben komme, fehlt mir einfach was. 

Könntest Du Dir auch vorstellen, mal in einem anderen Genre zu schreiben? Und in welchem?

Hm, Krimi oder Fantasy. 

Welche Wünsche hast Du in Bezug auf Deine Bücher und Deine Arbeit für die kommenden Jahre?

Mehr Zeit zum Schreiben. Ich hätte so viele Ideen, die als „Skizzen“ ihr Dasein in meinen Notizbüchern fristen und darauf warten, endlich ausgearbeitet zu werden. Einige Manuskripte bzw. Leseproben habe ich an Verlage geschickt. Wäre schön, wenn das klappen würde. Ansonsten muss ich doch wieder den Weg des Selfpublishings gehen. 

Wenn du deinen ersten Roman nochmal schreiben könntest, würdest du etwas daran ändern?

Bestimmt. Jedes Mal wenn ich eines meiner „fertigen“ Manuskripte in die Hand nehme, finde ich verbesserungswürdige Stellen. Außerdem habe ich bei Lovelybooks eine Leserunde zu dem Buch veranstaltet. Da kamen auch wertvolle Tipps. 

Was sind Deine Hobbys?

Schreiben, singen, lesen, malen, Sport 

Hast Du ein Lieblingstier?

Katze 

Wenn Du ein Tier sein könntest welches?

Katze 

Hast Du ein Lieblingsbuch oder einen Lieblingsautor?

Mir gefallen viele Bücher bzw. Autoren, z.B. mag ich die Bücher von Nora Roberts, Susan Elisabeth Philipps oder Meg Cabot. Beeindruckt hat mich „Siddartha“ von Herman Hesse. 

Was ist Dein Lieblingsessen?

Gemüsepfanne 

Würdest Du uns Deine Werke vorstellen?

Einige Kurzgeschichten und Gedichte wurden in Anthologien bzw. Lyrikbändchen veröffentlicht. Von meinen Manuskripten habe ich bisher nur „Tessa, die Liebe und der Tote im Stadtarchiv“ veröffentlicht.

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Drei weitere Manuskripte habe ich an verschiedene Verlage geschickt und warte nun auf das -hoffentlich positive- Feedback.



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