Mittwoch, 3. Mai 2017

Leseprobe mit Jara Thomas




Hallöchen!
Für die, die meine Bücher und mich noch nicht kennen, kann ich sagen, dass ich bislang mit "WOLF CALL" einen Fantasyroman in 2 Bänden veröffentlicht habe und noch einen Vorweihnachts-Kurzroman. ;-) Alles bislang nur als eBook erhältlich.
Vor allem möchte ich mich bei dem Team hier bedanken, dass ich eine Leseprobe von dem 1. Buch von WOLF CALL einstellen darf. Und damit wünsche ich Euch allen ein wunderschönes Wochenende! :-D



"Unsicher, wohin sie gehen sollte, stieg Charlotta die Treppe hinab. Dabei hielt sie sich wegen ihrer Rückenschmerzen am Geländer fest. Eine Bewegung, die sie aus dem Augenwinkel wahrnahm, ließ sie den Kopf nach rechts drehen.
Vor dem Haus stand neben der Treppe, von der Sonne in helles Licht getaucht, eine breite hölzerne Bank. Der Mann, der darauf gesessen hatte und sich soeben erhob, sah sie unsicher an. „Hi, wie geht’s dir?“ Er hatte zumindest so viel Anstand, dass er verlegen wirkte.
Charlotta atmete tief durch. „Wieso nur bin ich nicht überrascht, dich hier zu sehen! Rob, was passiert hier gerade? Mit mir!? Was hast du getan? Mit mir?!“ Sie wunderte sich vor allem über sich selbst, dass sie so verhältnismäßig ruhig war und ihn nicht hysterisch mit dem nächstbesten Gegenstand verprügelte.
Rob sah sie unglücklich an. „Hat er dir schon was erklärt?“ Mit dem Kopf deutete er zum Haus des Schamanen, um deutlich zu machen, wen er meinte.
„Er sagte, es sei nicht an ihm, mir was zu erklären.“
Ein tiefes Seufzen war die Antwort. „Das hab ich befürchtet.“ Er atmete tief durch. „Mhm … magst du bitte mit mir mitkommen? Ich möchte dir was … was zeigen und kann damit hoffentlich auch das meiste erklären.“ Robs Stimme klang etwas resigniert, sein Blick war bittend, fast schon flehentlich. Charlotta zögerte einen Augenblick, dann stieg sie die letzte Stufe hinab und sah Rob auffordernd an.
Sie liefen langsam am Rand des Platzes entlang und verließen die Ansammlung von Häusern nach wenigen Hundert Metern. Mit jedem Schritt spürte Charlotta, wie sich die Verspannung in ihrem Rücken lockerte und weniger schmerzte. Ab und zu warf sie einen vorsichtigen Blick auf den Mann, der neben ihr herlief. Doch der hatte die Hände in den Hosentaschen vergraben, dabei den Blick auf den Boden geheftet und sah nicht auf. Charlotta knirschte vor Anspannung mit den Zähnen, sagte jedoch nichts.
Nachdem sie schweigend ein Stück Wald durchquert hatten, kamen sie an eine helle Lichtung. Begrenzt wurde sie auf der rechten Seite durch mehrere große Felsen und auf der linken durch den Wald. Vor ihr zog sich ein schmaler Fluss entlang – dahinter war auch wieder der Wald zu sehen.
Genüsslich nahm sie diesen schönen Blick und die erholsame Ruhe, die dieser Ort bot, in sich auf. Plötzlich zuckte sie zusammen. Sie kannte die Lichtung! Erschrocken schnappte sie nach Luft. Das war die Lichtung aus ihrem Traum! Dieser Traum, in dem sie mit dem alten Mann und dem Wolf über den Bäumen geschwebt hatte. Unwillkürlich sah sie nach oben.
Rob, der sie beobachtet hatte, stellte sich vor sie, sodass er die Sonne im Rücken hatte und ihr Gesicht in seinem Schatten lag. Er nahm ihre Hände in seine und sah sie fest an. „Lotta, vielleicht ahnst du schon etwas. Aber ich denke, ich bin dir noch ein paar Erklärungen schuldig. Ich habe in unseren Gesprächen, gemerkt, dass du nicht an Dinge zu glaubst, die du nicht sehen oder gar anfassen kannst. Und das macht es für mich noch schwieriger, als es ohnehin ist.“
„Was meinst du?“ Charlotta war sich nicht sicher, ob sie empört oder beleidigt sein sollte.
„Weil du nicht an Dinge glaubst, die sich nicht wissenschaftlich beweisen lassen habe ich mich nicht getraut … Das, was ich dir eigentlich sagen wollte, möchte ich dir deshalb jetzt und hier zeigen. Da ich aber überhaupt nicht abschätzen kann, wie du reagierst, bin ich eben so unsicher. Ich hoffe einfach, dass ich dich nicht zu sehr verwirre oder erschrecke oder dich vielleicht böse auf mich mache.“
„Unsicher? Du?“ Sie schnaubte durch die Nase. „Ich hätte bis heute vermutet, dass ‚Selbstsicherheit’ dein zweiter Vorname ist. Und was mein Verhalten angeht … na ja, du bist … du verhältst dich nun mal ganz anders als die Männer, die ich bislang kennengelernt habe“, hatte sie das Gefühl, sich rechtfertigen zu müssen. „Du tauchst jedes Mal plötzlich aus dem Nichts auf. Wir führen Gespräche, die eher unüblich sind, wenn ein Mann und eine Frau sich kennenlernen.“
Inzwischen war sie der Aufforderung Robs, sich im Gras niederzulassen, nachgekommen. Dabei hatte sie ohne zu zögern seine ausgestreckte Hand ergriffen, um sich mit dieser Hilfe ihres schmerzenden Rückens wegen einigermaßen würdevoll hinsetzen zu können. Rob nahm neben ihr Platz, drehte sich aber so weit zu ihr um, dass er sie ansehen konnte, die Knie hatte er mit den Armen umschlungen.
„Rob“, sprach sie weiter. „Ich hab viel nachgedacht, aber ich kann mir dein Verhalten mir gegenüber nicht erklären. Du hast bislang auch kaum etwas getan, was ich vielleicht erwartet hätte. Auch ich bin total unsicher, was dich angeht. Den Vorwurf kann ich dir so zurückreichen!“
„Was hast du denn erwartet?“ Zum ersten Mal, seit sie aus dem Haus des alten Mannes gekommen war, grinste er.
Hilflos zuckte Charlotta mit den Achseln. „Na … ich weiß nicht … Eigentlich hab ich nicht wirklich was erwartet … glaube ich … aber ich weiß, dass ich jedes Mal gedacht habe, dass ich genau das nicht erwartet habe …“
„Vielleicht hast du das hier schon ein bisschen früher erwartet?“, fragte er mit einem listigen Grinsen. Noch bevor Charlotta ahnen konnte, was er vorhatte, hatte er sie zu sich herangezogen, hielt ihren Kopf fest und presste seine Lippen auf ihre. In derselben Bewegung drückte er ihren Oberkörper ins weiche Gras, sodass er halb über ihr lag.
Das Adrenalin, das innerhalb von Sekundenbruchteilen durch Charlottas Körper schoss, ließ sie nicht spüren, dass sie vor nicht einmal einer Stunde noch bewegungsunfähig vor Schmerzen gewesen war.
Sie wand sich und protestierte. Insbesondere Letzteres war jedoch nicht sehr effektiv, weil sein Mund noch immer ihren verschloss. Eine seiner Hände ließ ihren Kopf los, legte sich auf ihre Hüfte und strich weiter nach unten bis zu ihrem Oberschenkel.
Charlotta stöhnte auf und spürte nur eine Sekunde später, dass Robs Zunge gegen ihre stieß. Ihre so plötzlich alarmierten Hormone vermischten sich mit dem Adrenalin, und dieser Cocktail, der da durch ihre Adern raste, machte sie fast besinnungslos. Er küsste gut, er roch gut … Sie war versucht, ihn näher zu sich heranzuziehen, doch ein klitzekleines Fünkchen Vernunft meldete sich in einer recht versteckten Hirnregion. Nein, nein, nein! Tu das nicht! Was passiert hier gerade?
Etwas kraftlos versuchte sie Rob von sich zu schieben und zu ihrer Erleichterung – aber auch zu ihrem leisen Bedauern – hob er den Kopf. „Habe ich hiermit deine Erwartungen halbwegs erfüllt?“ Sein Atem ging schwer.
Seine hellbraunen Augen sahen sie so intensiv an, dass sie für einen Augenblick nichts tun konnte, als den Blick zu erwidern. Auch ihr Atem ging schneller. Wenn er sie nur nicht so anschauen würde! Sein Kuss hatte sie mehr mitgenommen, als sie sich eingestehen wollte. Das war doch schließlich nicht der erste Kuss, den sie bekam! Aber irgendwie ging ihr das alles gerade ein bisschen zu schnell.
Sie räusperte sich. „War es das, was du mir zeigen wolltest?“, fragte sie, um nicht auf seine Frage antworten zu müssen.
Seine Augen verdunkelten sich. „Nein, das ist etwas ganz anderes.“ Er seufzte tief, zog seinen Arm unter ihrem Körper hervor und erhob sich schwerfällig. „Lotta, ich bitte dich jetzt um nichts anderes, als mir zu vertrauen. Ich würde mir wünschen, dass du einfach hier sitzen bleibst und dir ansiehst, was geschieht. Meinst du, du kannst das?“
„Dir vertrauen?“ Charlotta sah zu ihm auf und überlegte nur kurz. Dann nickte sie, hoffte aber im gleichen Augenblick, dass das kein Fehler war. Sie hatte sich wieder aufgesetzt, die Knie fest mit den Armen umschlungen, und sah Rob unsicher an.
Der junge Mann zögerte einen Augenblick, dann trat er noch zwei große Schritte zurück. Ohne Charlotta aus den Augen zu lassen, zog er sein T-Shirt aus, dann die Schuhe und schließlich die Jeans.
Charlotta riss die Augen auf und rutschte unwillkürlich ein bisschen weiter von ihm weg.
Rob lächelte dünn. „Wenn ich dir etwas tun wollte, hätte ich gerade die Gelegenheit dazu gehabt. Noch vor nicht mal einer Minute wärst du zu fast allem bereit gewesen und hättest dich nicht einmal so richtig gewehrt.“
Einen Augenblick überlegte Charlotta, ob sie diese Vermutung empört von sich weisen sollte – aber wenn sie ehrlich war, hatte er recht. Ihr Gesicht glühte.
Plötzlich nahm sie wahr, dass ein Zittern durch Robs Körper ging. Etwas veränderte sich, obwohl sie nicht direkt erkennen konnte, was es war. Dann ging es furchtbar schnell. Nur einen Atemzug später stand an seiner Stelle ein riesiger Wolf vor ihr. Sein Fell hatte die braune Farbe von Robs Haaren. Charlotta keuchte auf und rutschte instinktiv noch einmal ein Stückchen rückwärts. Der Wolf legte sich hin wie eine Sphinx. Das Maul halb geöffnet, hechelte er und sah sie unverwandt an.
Charlotta war dankbar, dass der Wolf den Abstand beibehielt. Sie atmete ein paarmal tief durch, damit der Schwindel nachließ. „Oh mein Gott! Das meintest du! Und das meinte Horst mit Wolfsmensch! Himmel! Hätte ich das ahnen müssen? Ich kann es nicht glauben. Das ist doch jetzt aber nicht wahr, oder?“
Der Wolf schnaubte durch die Nase und warf sich auf die Seite, als wenn ihre Dummheit und Naivität ihn umgehauen hätten. Dann erhob er sich wieder und kam ganz langsam auf Charlotta zu.
Pausenlos versuchte sie sich einzureden, dass das kein normaler Wolf war, dass es Rob war, der da auf sie zukam. Rob, jemand, der sie mochte und ihr hoffentlich nichts tun würde. Die Beherrschung, nicht noch weiter von ihm wegzurutschen, tat fast körperlich weh. Sie musste die Zähne fest zusammenbeißen, damit sie nicht länger aufeinanderschlugen. Es ist Rob, es ist Rob, und der tut mir nichts, es ist kein echter Wolf, es ist Rob …
Die Augen des Wolfes waren hellbraun, die Iris war von einem dunkelbraunen Ring umgeben. Robs Augen! Charlotta konnte den Blick nicht von diesen Augen wenden. Wie hypnotisiert starrte sie den Wolf an, der ganz langsam immer näher kam. Unbewusst hielt sie den Atem an.
Verblüfft war sie über die Kraft, mit der die Nase des Wolfes so stark gegen ihre Schulter stupste, dass sie mit einem überraschten Laut auf den Rücken fiel. Der Wolf senkte den Kopf, die Nase beschnupperte ihre Hand, die krampfhaft ein Grasbüschel umklammert hielt, dann den Arm. Sie unterdrückte den Impuls, die Arme zu verschränken, als die feuchtschimmernde schwarze Wolfsnase sich vom Bauch aus ihrer Brust näherte. Ihr Atem ging unregelmäßig und stoßweise. Als die Nase des Wolfes noch höher wanderte, legte Charlotta aus einem Instinkt heraus, den sie sich selbst nicht erklären konnte, den Kopf weit zurück in den Nacken. Der Wolf schnupperte an ihrer Kehle, öffnete die Schnauze, und sie spürte ganz sanft scharfe Zähne an beiden Seiten des Halses. Obwohl sie sich doch so sehr um Beherrschung bemüht hatte, konnte sie ein leises Wimmern nicht unterdrücken.
Es dauerte nur wenige Sekunden, dann zog der Wolf sich wieder zurück. Er sah sie noch einen Augenblick an, als wolle er prüfen, wie sie das Ganze verkraftet hatte. Dann drehte er sich um, schnappte nach T-Shirt und Jeans und verschwand in beachtenswertem Tempo Richtung Fluss und dort hinter einem Felsen.
Erschöpft blieb Charlotta auf dem Rücken liegen und starrte in den Himmel, bis ihr von der Helligkeit die Augen tränten. Irgendwie ist das, was hier und heute alles passiert, zu viel für einen einzigen Tag, fand sie.
Als sie aus dem Augenwinkel eine Bewegung wahrnahm, setzte sie sich wieder auf. Es war Rob, der hinter dem Felsen hervorkam. Er trug bereits seine Jeans und zog im Laufen das T-Shirt wieder an. Für den Bruchteil einer Sekunde ertappte Charlotta sich dabei, dass sie das bedauerte.
Plötzlich zuckte sie zusammen. Sie hatte ein Déjà-vus-Erlebnis. Genau das Bild hatte sie schon einmal … wie sie auf der Wiese … der Fluss … Rob … der Felsen … Der Traum! Immer wieder der Traum! Ihr war, als hätte sie das alles schon einmal erlebt. Tausendundeine Frage schwirrten durch ihren Kopf. Doch keine hätte sie so ausformulieren können, dass daraus ein verständlicher und vollständiger Satz herausgekommen wäre.
Als er sie erreicht hatte, hockte Rob sich neben Charlotta, sah sie aber nicht an. Sie schwiegen. Dann hob er den Kopf. „Verstehst du jetzt?“, fragte er leise, und es klang ein kleines bisschen Verzweiflung mit.
„Ich glaube, ja. Irgendwie kann ich es nicht so recht begreifen – aber … vielleicht gibt’s ja doch Dinge zwischen Himmel und Erde …“
Sie verstummte mitten im Satz, als Rob in schallendes Gelächter ausbrach. „Bei allen Geistern, Lotta! Was muss man dir denn noch so bieten? Ich stehe als Wolf neben dir, hab gerade vor deinen Augen meine Gestalt gewandelt und höre dann von dir ‚das ist doch aber jetzt nicht wahr, oder?’ Du bist wirklich …“ Ihm fehlten die Worte.
„Na ja …“, verteidigte sie sich lahm und ein bisschen beleidigt. „So ganz normal ist das nun mal nicht … zumindest nicht in der Welt, in der ich bislang gelebt habe.“
Robs Augen zogen sich zu schmalen Schlitzen zusammen. Sein Gesicht nahm einen Ausdruck an, der ihr etwas unheimlich war. „Kannst du mir sagen, weshalb du mir gerade deine Kehle dargeboten hast?“
„Öhm … weiß nicht … wenn ich jetzt drüber nachdenke … bei Hunden gibt’s ja so was wie 'ne Beißhemmung, wenn einer dem anderen die Kehle zeigt … Obwohl ich mir ziemlich sicher bin, dass ich darüber gerade nicht bewusst nachgedacht habe.“
„Wenn du was über Beißhemmung weißt … das macht ja nur der Unterlegene, um mit dieser Demutsgebärde …“
„Von wegen Demut und Unterlegenheit! Glaub ja nicht …“
„Ich hätte mich gewundert, wenn du das so hingenommen hättest“, lachte Rob. Er wirkte jetzt, wo sie sein Geheimnis kannte, viel gelöster und entspannter als noch vor einer halben Stunde. Dann nahm sein Gesicht wieder diesen lauernden Ausdruck an. „Hattest du gerade Angst vor mir?“
„Nö“, behauptete Charlotta. „Ich wusste ja, dass du das warst.“
Rob sah so aus, als sei das genau die Antwort, die er erwartet hatte. „Wenn ich dann aber gehört habe, wie du gekeucht hast und so ein … ein Seufzen oder vielleicht doch ein ängstliches Wimmern …“
„Ich hab nicht …“
„… und dein Puls ging rasend schnell. Wenn das keine Angst war, was war es dann? Erregung?“
Empört riss Charlotta die Augen auf. „Erregung? Bei einem Wolf? Du spinnst ja! Und – was weißt du von meinem Puls?“
Rob lachte leise und sah sie weiterhin unangenehm eindringlich an. „Meine Lefzen – oder wenn dir der Ausdruck angenehmer ist, meine Lippen – lagen direkt an deiner Halsschlagader. Und glaub mir, Lotta, dein Puls raste.“
„ … Na ja, vielleicht hatte ich ja doch ein bisschen Angst“, murmelte Charlotta. Sie senkte den Blick, und in dem, was sie sah, fand sie eine Gelegenheit, aus dieser peinlichen Situation herauszukommen. Seine Schuhe standen noch im Gras. „Wieso hast du dich hier eigentlich gerade ausgezogen?“, wollte sie wissen und bemühte sich, ihn möglichst fragend-interessiert anzusehen. Gleichzeitig hoffte sie, dass ihr Gesicht nicht mehr so vor Verlegenheit glühte.
Ihr Ablenkungsmanöver war doch zu offensichtlich, denn Rob grinste. Dann lehnte er sich zur Seite und zog etwas aus dem Gras, das Charlotta nicht sofort erkannte. Vergeblich versuchte sie zu erfassen, was für ein Stofffetzen … „Ähm, deine Unterhose hatte, glaube ich, so ein Muster.“
Wieder lachte Rob. „Ich befürchte, wenn ich die auch noch ausgezogen hätte, hätte ich dich noch viel mehr verängstigt.“
„Prahlhans!“ Sie winkte verächtlich ab.
„Nein!“, grinste er, „so meine ich das nicht. Nur, was hättest du getan, wenn ich mich angeschickt hätte, mich komplett auszuziehen?“ Er schmunzelte über ihren betretenen Gesichtsausdruck. „Was glaubst du, wie so ein Wolf in Jeans, T-Shirt und Schuhe passt? Ich sag’s dir – gar nicht. Und wie du an meiner Unterhose siehst, die nur noch ein Fetzen ist, wollte ich meine anderen Klamotten schonen.“
„Mhm … leuchtet ein“, murmelte die junge Frau, der der Kopf schwirrte.
Rob erhob sich und reichte Charlotta eine Hand, an der sie sich hochzog. „Komm, wir gehen zurück.“
„Wohin zurück? Bringst du mich wieder nach Hause?“
..."

 Buch 2


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