Freitag, 28. April 2017


Interview mit Michaela Feitsch





Hallo, Schön dass Du uns ein Interview gibst



Wie bist Du zum Schreiben gekommen, und wie ist es zur Veröffentlichung Deines ersten Buches gekommen?

Geschichten habe ich schon erzählt bevor ich einen Stift halten konnte. Anfangs habe ich sie auf Kassette aufgenommen und meine Familie damit zwangsbegklückt. Später, als ich endlich das Alphabet gelernt hatte, schrieb ich ständig. Es war wie eine Sucht. Und es entstanden in früher Jungend auch schon etliche Kurzgeschichten sowie halbfertige Romane. Mein Geduldsfaden war damals noch sehr kurz und ich hatte kaum Zeit eine Geschichte fertig zu schreiben, weil die nächste schon darauf wartete erzählt zu werden.

Doch dann erfand ich die Stundenwelt. Zirka Zwei Jahre lang brütete die Idee in meinem Kopf. Und dann habe ich sie niedergeschrieben. Das war der erste Roman dem ich ein Ende zugestanden habe, und ich wollte diese faszinierende Geschichte mit der Welt teilen. Also habe ich sie veröffentlicht.



Hast du beim Schreiben auch bestimmte Rituale? Orte, feste Zeiten oder irgendwas?

Zuerst gehe ich mit meinem Hund spazieren. Das ist mir wirklich wichtig, weil man beim Schreiben meist durchgehend auf seinen vier Buchstaben sitzt. Wenn wir zurück sind, mache ich mir einen Kaffee in meiner HeuteSchreibeIchTasse (Wer jetzt neugierig auf diese Tasse ist: Instagram #tasseeinesautors) und dann setze ich mich an meinen Schreibtisch. Ich habe mir extra ein eigenes Büro eingerichtet, das ich sehr liebe. Im Sommer arbeite ich aber auch gerne auf der Terrasse, wobei die Ohrenstöpsel nicht fehlen dürfen. Meine Fantasie braucht Stille um sich richtig entfalten zu können. Und wenn ich einmal in die Tasten tippe, ist alles andere um mich herum vergessen.



Schreibst du Hauptberuflich?

Ja, ich bin selbständige Autorin, Texterin und Grafikerin. Ich arbeite von zuhause aus, wann ich will und wo ich möchte. Ich bin damit wirklich sehr glücklich. Einen normalen Berufsalltag kann ich mir ehrlich gesagt gar nicht mehr vorstellen. Es ist großartig, wenn ich mich mitten in der Nacht an meinen Schreibtisch setzen kann, weil ich jetzt gerade einen Impuls zum Arbeiten spüre. Ich schreibe fast jeden Tag und mache auch vieles selbst.



Hattest Du Einfluss auf das Cover?

Wie gesagt, ich bin Grafikerin und habe das Cover von Grund auf selbst gestaltet. Die Zahnräder symbolisieren die Mechanik der Stundenwelt, die Abbildung der Stadt soll den Bezug zur Urbanität der Welt herstellen. Es gibt auf dem Cover einiges zu entdecken und ich persönlich finde es immer wieder spannend, Cover meiner Lieblingsbücher zu erforschen. Dieses Erlebnis wollte ich meinen Lesern auch schenken.



Welche Leser möchtest du mit deinen Romanen erreichen?

Die Stundenwelt-Reihe zählt zu dem Genre Soft Science Fantasy. Das ist eine Kombination aus Soft Science-Fiction und Low Fantasy. Ich selbst lese gerne Romane aus des phantastischen Realismus und daran wollte ich anknüpfen. Meine Romane sind ideal für Fantasy-Neulinge geeignet und für Leser, die fantastische Elemente mögen. Ich verzichte bewusst auf detailreichen Weltenbau, sowie eine zu genaue Beschreibung der Welt und überlasse das gerne der Fantasie des Lesers.



Was macht deinen Schreibstil aus?

Meine Geschichten leben eindeutig von den Charakteren und spritzigen Dialogen. Beschreibungen von Personen und Gebäuden setze ich bewusst dezent ein. Jeder Leser erschafft ein Bild in seinem Kopf und das möchte ich ihm nicht zerstören. Ich dränge ihm ungern meine Fantasie auf wenn er stattdessen seine eigenen entfalten kann.



Was meinst Du, wie viel von Dir selbst steckt in Deinen Protagonisten?

Ich glaube, dass jeder Mensch aus unzähligen Facetten besteht und sich in jedem meiner Protagonisten auch zumindest eine davon manifestiert. Anders darf es auch gar nicht sein. Meine Figuren sind für mich real, ich höre sie sprechen während ich schreibe und sie sagen mir auch, wenn ihnen die Entwicklung der Geschichte nicht gefällt bzw. wie sie es lieber machen würden. Manchmal sind sie ganz schön frech und werfen sogar meinen kompletten Plot um.



Welche deiner Romanfiguren würdest du gerne persönlich kennenlernen?

Persönlich kenne ich sie alle, auch die Nebenfiguren. Mir ist es ganz wichtig, sie alle komplett zu erschaffen damit sie authentisch wirken.



Welchem Charakter würdest du gerne mal im echten Leben begegnen? Was würdest Du tun, wenn Dich einer deiner Protagonisten plötzlich besuchen kommt?

Also wenn du mich so fragst, dann wäre das Dagget. Ich würde ihm einen großen Berg Zimtschnecken backen. Die liebt er besonders. Und wenn er dann bei mir in der Küche steht und sich eine nach der anderen in den Mund stopft, (er wird sich nicht gern setzen, er ist viel zu quirlig), dann frage ich ihn über Zeitreisen aus. Nein, noch besser! Er soll mich einfach auf seine Reisen mitnehmen.



Würdest Du uns Deine Werke vorstellen?

Aktuell arbeite ich an der siebenteiligen Stundenwelt-Reihe. Der erste Band „Die Stundenwelt – Cheyenne“ ist momentan um 99ct in allen E-Book Stores erhältlich. Eine Kurzgeschichte, die unabhängig von der Reihe gelesen werden kann, ist kostenlos im Handel. Der zweite Teil der Stundenwelt erscheint voraussichtlich Mitte Mai.

Die Stundenwelt-Cheyenne: Cheyenne hat es geschafft! Sie ist weg von den ewig besorgten Eltern, raus aus den beklemmenden Krankenhauszimmern und mitten in einer lebensfrohen WG mit Elise gelandet. Doch die Freude währt nur kurz.

Jede Nacht quälen sie seltsame Träume. Vor einem Jahr wurde ihr ein fremdes Herz implantiert, seitdem erscheint ihr im Schlaf das Gesicht eines mysteriösen Jungen. Bald lässt er sie auch tagsüber nicht mehr los, zieht sie immer tiefer in seine fremde Welt.

Cheyenne droht, sich selbst zu verlieren und fragt sich immer öfter: Sind die Visionen Nachrichten aus einer anderen Welt? Ist der Junge der Spender ihres neuen Lebens?

Sie spürt, dass ihr Schicksal eng mit der Lösung des Rätsels verflochten ist. Um Antworten zu finden und die Kontrolle über ihr Leben zurückzuerobern, engagiert sie einen bizarren Privatdetektiv, der mit ihr die Spuren ihrer Träume aufnimmt.

Mit jedem Schritt dringt Cheyenne tiefer in eine magische Welt, wo sie auf Zeitagenten, Piraten und längst vergessene Völker trifft.

Ihr Leben ist in großer Gefahr. Zu spät begreift sie, dass die Zeit aus den Fugen geraten ist - in der Stundenwelt.



Geschichten aus der Stundenwelt – Elise: Elise ist eine richtige Powerfrau! Sie hat Erfolg im Beruf und ihre Kollegen vergöttern sie. In ihrer Freizeit arbeitet sie ehrenamtlich im Wahlkampfteam mit. Abends feiert sie aufregende Partys. Und auch ihr neues Auto ist der reinste Traum. Ihr Leben könnte nicht besser sein.

Doch dann geschieht etwas völlig Unerwartetes, das ihr Leben aus den Fugen geraten lässt. Auf einer Party lernt sie einen Mann kennen, der ihre Weltanschauung völlig auf den Kopf stellt ...

Begleite Elise auf ihrer Reise durch die Stundenwelt. Erfahre, wie sie ihrer Freundin Cheyenne zum ersten Mal begegnete, und erlebe, was vor dem ersten Band der Stundenweltreihe geschehen ist.

Die Serie "Geschichten aus der Stundenwelt" umfasst eine Sammlung von Kurzgeschichten, die sich parallel zum Geschehen in den Stundenwelt-Romanen abspielen, und kann unabhängig von diesen gelesen werden.

"Geschichten aus der Stundenwelt - Elise" beinhaltet das erste Kapitel aus dem Roman "Die Stundenwelt - Cheyenne"

Was ist die Stundenwelt? Die Stundenwelt - Cheyenne ist der erste Band einer siebenteiligen Romanrheihe (Genre: Low Fantasy / Soft Science Fiction).

Jeder Band erzählt die Geschichte eines Bewohners der Stundenwelt, die durch sieben Epochen hindurch versuchen, ihre Welt vor dem sicheren Ende zu bewahren: Denn das Handeln jedes einzelnen Individuums der Stundenwelt beeinflusst ihre Entwicklung und den Fortbestand ihrer Welt.

Wer gerne mehr Infos über mich und meine Werke hätte, besucht mich einfach auf meiner Autorenseite:

Facebook: https://www.facebook.com/StundenweltGeschichten/

Instagram: https://www.instagram.com/michaelafeitsch/




Und jetzt 10 Fragen, 10 spontane Antworten:



Welcher war der verrückteste/komischste Ort, an dem Du je geschrieben hast?

Gute Frage. Ich schreibe eigentlich überall. Auch in der U-Bahn... keine Ahnung ob das verrückt ist. Am schönsten war es direkt an der Donau, dafür hatte ich mir sogar extra einen Klappsessel besorgt.



Inwiefern hat sich Dein Leben verändert, seitdem du Autor/in bist?

Das Leben ist öffentlicher geworden. Ich dachte immer ein Autor bleibt für sich, aber genau das Gegenteil ist der Fall.



Könntest Du Dir auch vorstellen, mal in einem anderen Genre zu schreiben? Und in welchem würde man Dich auf keinen Fall entdecken können?

Fantastische Literatur ist meine Leidenschaft. Und in Wahrheit verschwimmen die Genres untereinander sowieso. Also ja, ich kann es mir vorstellen. Aber erotische Romane könnte ich wohl nicht schreiben.



Welche Wünsche hast Du in Bezug auf Deine Bücher und Deine Arbeit für die kommenden Jahre?

Ich wünsche mir, dass die Stundenwelt-Reihe sich entwickelt und wir noch viele spannende Abenteuer in dieser fremden Welt erleben dürfen. Mein Stil wächst mit jedem Buch, das ich schreibe. Und ich wünsche mir, dass die Leser gerne daran teilhaben und gemeinsam mit mir und der Geschichte wachsen.



Wenn du deinen ersten Roman nochmal schreiben könntest, würdest du etwas daran ändern?

Nein. Ich würde vielleicht einige Sätze umstellen oder kürzen, aber der Stil eines Autors entwickelt sich ständig weiter. Wenn, müsste ich es komplett neu schreiben und gerade das macht doch auch den Charme beim Lesen aus. Der Leser sieht wie sich der Autor entfaltet und weiterentwickelt.



Was sind Deine Hobbys?

Häkeln und dabei Doctor WHO schauen, Blumen pflanzen (am liebsten im Garten), Laufen (Sport den man direkt vor der eigenen Türe machen kann ist Gold wert), vor mich hin fantasieren (das ist Hobby und Beruf gleichzeitig)



Hast Du ein Lieblingstier?

Der Basilisk von Wien. Ein Fabelwesen einer österreichischen Sage aus dem 13. Jahrhundert , das mich als Kind sehr fasziniert hat.



Wenn Du ein Tier sein könntest welches?

Ein Drache. Nicht real aber doch in den Köpfen der Menschen existent, mystisch, geheimnisvoll, edel und gefährlich zugleich.

Und wenn nur reale Tiere gelten, dann eine Katze bitte.



Hast Du ein Lieblingsbuch oder einen Lieblingsautor?

Natürlich. Mehrere. Aber um die Antwort kurz zu halten hier meine Top3: Das Bildnis des Dorian Gray (Oscar Wilde), 1984 (George Orwell), Fight Club (Chuck Palahniuk), Die Tod-Reihe der Scheibenwelt Romane (Terry Pratchett), Blind (Joe Hill), fast alles von Dean Koontz und Stephen King ... okay, das waren jetzt doch ein paar mehr...



Was ist Dein Lieblingsessen?

Ich lebe vegan. Fast alles was vegan ist, schmeckt 




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